Genial! Supergesunden Johannisbeersirup und -marmelade in einem Zug und ohne Geliermittel selber machen

Ich bin begeistert!

 

Ich habe es zum ersten Mal ausprobiert und dabei ein Internet-Rezept (http://de.allrecipes.com/rezept/16614/schwarzer-johannisbeersirup.aspx) nach meinem Bedürfnis und Gefühl etwas abgewandelt und erweitert - und das ist dabei herausgekommen:

 

900 g Schwarze Johannisbeeren, ohne jegliche Stengel (sind bitter)

450 g Vollrohrzucker (mir ist immer wichtig zu betonen, Vollrohr ist viel besser als Rohrohr in der Qualität! )

1/2 Liter Wasser

Saft von 2 Zitronen

 

Alle Zutaten in einem großen Topf kurz aufkochen, umrühren (ab und zu) und auf niedriger Stufe nur leicht dahinköcheln lassen für ca 2 Stunden (1 u 3/4 hab ich gemacht). Inziwschen die leeren Gläser vorbereiten, evtl noch einmal mit kochendem Wasser (in der Abwasch) ausspülen.

Dann vorsichtig die ganze Masse in ein engmaschiges Nudelsieb, welches idealerweise in einem höherenSchnabelgefäss (zB Plastikschüssel mit Schnabel, Rührschüssel..) eingehängt wird, abgiessen. Vorsichtig deswegen, weil es leicht spritzt und die Farbe natürlich schwer wo rauszukriegen ist. Mit dem Kochlöffel die Masse an das Gitter drücken, sodass der Sirup in das Gefäss fliesst/tropft. Der Rest der im Sieb bleibt, wenn nichts mehr abtropft, ist ganz wunderbar als Marmelade (mit Fruchtstücken) abzufüllen, und der Sirup in Flaschen zum späteren verdünnen als leckeren selbstgemachten Johannisbeersaft.

 

Ich hab eine riesen Freude, bis jetzt war ich eigentlich kein großer Johannisbeer-Fan, den Saft hab ich aber selten schon gerne getrunken (gekauft), und auch der selbstgemachte schmeckt sehr bzw natürlich noch viel besser :-)

 

Heute habe ich mal 1 kg von den 2 kg verarbeitet (Endergebnis siehe Foto), morgen werde ich ebenso die zweite  Hälfte noch machen (muss Zucker nachkaufen).

 

So wie saures Obst allgemein enthalten die Johannisbeeren sehr sehr viel Vitamin C bei wenig Zucker (stärkt das Immunsystem), sowie Eisen für die Blutbildung. Sie sollen außerdem die Nerven beruhigen und die Stimmung verbessern - na das kann heutezutage auch kaum schaden würde ich meinen :-)

 

Erklärung nochmal zum Zucker: Rohrohrzucker ist nicht viel besser als weißer Industriezucker, da er in der Regel nur mit sehr wenig Melasse eingefärbt wird. Während im Vollrohrzucker tatsächlich auch die Vitamine und Mineralstoffe, die natürlicher Zucker nämlich enthält, noch enthalten sind, er ist sozusagen wie der Name sagt vollwertig und nicht raffiniert bzw weit weniger bearbeitet. Das macht deswegen Sinn, da unser Körper eben die normalerweise und ursprünglich im Zucker enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe zur Verarbeitung des konsumierten Zuckers im Körper benötigt. Wenn wir raffinierten, weißen, Industriezucker essen werden, abgesehen davon, dass zuviel Zucker natürlich sowieso nicht gesund ist, dem Körper auch noch ebendiese Vitamine und Mineralstoffe zur Verarbeitung des Zuckers entzogen ohne durch den Zucker selber zur Verfügung gestellt zu werden. Und deswegen führt zuviel weißer Zucker auch dazu, dass wir immer mehr Hunger haben (also nicht nur wegen der bekannten Schwankung im Blutzuckerspiegel) - in Wahrheit ist dieser Hunger ein Hunger nach mehr Vitaminen und Mineralstoffen, von denen wir, die meisten sowieso schon, aber durch den Zuckerkonsum dann noch weniger haben. Das gilt genauso für ein Übermaß an anderen "weißen" bzw sogenannten "leeren" Kohlehydraten wie Weißmehlprodukte (Nudeln, Brot, Kuchen).

 

Und noch ein anderer Tipp! Was ich mir seit Jahren denke, teile ich euch hier mit: Wenn ihr keinen eigenen Garten habt aber gerne verschiedene Früchte ernten möchtet, und zwar besonders Obst wie Beeren oder von Bäumen, das sozusagen in bestehenden Gärten quasi von selber wächst  - kann ich euch echt nur raten, wenn ihr nicht entsprechende Freunde oder Verwandte in der Nähe habt, durch die Straßen und Gassen zu ziehen bzw direkt in der Nachbarschaft nett nachzufragen. Es gibt soviele ältere Leute, die ihr Obst gar nicht mehr ernten können oder nur wenig davon und wahrscheinlich eine Freude hätten, wenn ihr das tut und ihnen dafür einen Teil der Ernte oder des verarbeiteten Produkts (Kuchen, Marmelade) gebt. Oder auch jüngere Leute, die keine oder wenig Zeit für ihren Garten haben. Ihr könnt auch entprechende Aushänge machen oder in euren sozialen Medien nachfragen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0